antifaschtischer widerstand aus mainz!/erinnern heißt kämpfen!

Am Montag haben wir euch mit Martin Müller einen Mainzer vorgestellt, der sich gleich an mehreren Fronten am Kampf gegen Faschismus beteiligte. Er war jedoch bei weitem nicht der einzige wichtige Widerstandskämpfer der Stadt. Deshalb wollen wir hier noch einmal explizit auf das Projekt „Trotz alledem!“ hinweisen. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, allen bedeutenden AntifschistInnen – nicht nur aus Mainz, sondern dem gesamten Rhein-Main-Gebiet – mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Zu diesem Zweck veranstaltete Trotz alledem! in den letzten Jahren bereits mehrere Ausstellungen, in welchen den BesucherInnen die Portraits und Biografien zahlreicher antifaschistischer Persönlichkeiten präsentiert wurden.
Eine solche Ausstellung findet gerade erneut statt. Bis zum 3.12.2020 ist sie vor Ort in den Schaufenstern des Allianzhauses in Mainz (Große Bleiche 60-62) und darüber hinaus online unter http://www.widerstand-portrait.de/ anschaubar.
Da die ursprünglich vor Ort geplante Eröffnungsveranstaltung aufgrund der hohen COVID-19-Infektionszahlen allerdings nicht stattfinden konnte, wird die Ausstellung stattdessen auf dem YouTube-Kanal der VVN-BdA mit einem Video eröffnet: https://youtu.be/6tfovb9cGsY

(Text von der SDAJ MAINZ)

Ausstellungen im Alianzhaus / Mainz / Große Bleiche 60-62

kampf dem faschismus und antisemitismus!

Zur Zeit des NS-Regimes wurden neben JüdInnen, Homosexuellen und Behinderten auch GewerkschaftlerInnen und KommunistInnen verfolgt und ermordet. Deshalb wollen wir anlässlich des 9. Novembers einen Genossen hervorheben, der die Verfolgung überlebte und sich bis ins hohe Alter weiter für ArbeiterInnenrechte einsetzte:

Der Schmied, Schlosser und Bauhandwerker Martin Müller wurde 1904 in Mainz geboren. Müller war aktives KPD- sowie Gewerkschaftsmitglied und beteiligte sich bereits vor der Machtergreifung an antifaschistischen Aktionen. 1933 floh er erst nach New York und dann nach Mexico, von wo aus er wiederum 1936 aufbrach, um im spanischen Bürgerkrieg gegen die Nationalisten zu kämpfen. Nach der Niederlage der republikanischen Armee wurde er 1939 nach Frankreich abgeschoben, von wo aus er nach einigen Schwierigkeiten 1945 nach Mainz zurückkehren konnte. Dort angekommen, betätigte er sich erneut gewerkschaftlich und ging bis zum KPD-Verbot 1956 auch wieder der Parteiarbeit nach. Martin Müller starb 1992 im Alter von 87 Jahren.

Wer noch mehr über Müller und andere antifaschistische WiderstandskämpferInnen aus dem Rhein-Main-Gebiet erfahren möchte, kann das auf der Internetseite des Projekts „Trotz alledem!“ tun: https://t.co/0NzQ3ng5IN

Bildquelle: http://www.widerstand-portrait.de/portraits/martin-mueller.html

Martin Müller starb 1992 im Alter von 87 Jahren.

TOD DEM FASCHISMUS!

29Verhaftete Mainzer Kommunist*innen der KPD.
Gestern vor 86 Jahren am 29. August 1934 wurden 29 Kommunist*innen der KPD, in Mainz, aufgrund ihrer politischen Gesinnung von der Staatspolizei (Gestapo) der Nazis verhaftet. 1934 wurde die Gestapo, die Geheime Staatspolizei, mit dem Ziel gegründet den politischen Gegner mit allen Mitteln zu verfolgen, seine Organisationen zu zerschlagen und die Mitglieder entweder „umzudrehen“, einzusperren oder zu ermorden. Die Gestapo versuchte von Beginn an lokale Widerstandsstrukturen und -Gruppen ausfindig zu machen und zu bekämpfen. Die Kommunist*innen organisierten sich in 5er Gruppen und waren durch eine/n Genoss*in verknüpft, so sollte eine komplette Aufdeckung der Widerstands Strukturen verhindert werden. Am 29.8.1934 wurden 29 Mainzer Kommunist*innen verhaftet.
Sie wurden wegen Vorbereitung zum Hochverrats verurteilt, unteranderem hatten sie weiterhin Mitgliedsbeiträge eingezogen, verteilten Flugblätter, sprühten Parolen und organisierten für gefährdete Genoss*innen Fluchtmöglichkeiten. Acht Angeklagte erhielten zusammen 24 Jahre Zuchthaus und je drei bis fünf Jahre Ehrverlust, elf Angeklagte zusammen 17 Jahre Gefängnis. Die verhafteten Mainzer wurden in Gefängnissen, wie z. B. den Gestapo-Keller in der Kaiserstraße 31 in Mainz oder in das 1933 eingerichtete Konzentrationslager Osthofen gebracht, vielfach verhört, schikaniert und gefoltert. Haft und Folter sollten den politischen Willen der Antifaschist*innen brechen, sie demütigen und zum Verrat anderer Aktivist*innen oder von Treffpunkten und illegalen Druckereien veranlassen.
Die Reichstagsabgeordnete Franziska Kessel fiel einem solchen Verrat zum Opfer. Die Kommunistin wurde, in Folge der Folter erblindet und am 23. April 1934 erhängt in ihrer Zelle des Mainzer Landgerichtsgefängnisses in der Diether-von-Isenburg-Strasse aufgefunden. Da war sie 28 Jahre alt.
Wir müssen uns immer wieder an die Widerstandskämpfer*innen und an die Opfer des Nazionalsozialismus erinnern! Sie dürfen nie vergessen werden! Auch müssen wir uns ein Beispiel am antifaschistischen und antikapitalistischen Kampf der Genoss*innen ein Beispiel nehmen!

Es lebe die Rot Front!

IN ERINNERUNG AN 29 MAINZER KOMMUNIST*INNEN DER KPD!

Entschlossener Protest Gegen den ,,Tag der Heimattreue“

Am sogenannten ,,Tag der Heimattreue“ vom Dritten Weg gingen wir mit 400 Menschen gemeinsam in Olpe auf die Straße, um unsere Wut und Unmut über das vermeintliche ,,Volksfest“ der Nazi Partei auf die Straße zu tragen. Neben Parolen wie: ,,Der 2.2 war ein schöner Tag, der dritte Weg endet in Stalingrad“ und ,,Gegen Rechte Hetze, Faschos auf die Fresse, Internationale Antifa“, gab es viele Rufe mit den Forderungen ,,Für ein rotes Sauerland“ , ,,Für ein rotes Siegerland“, um auf die Notwendigkeit nach politischer Veränderung und antifaschistischen Selbstschutz zu verdeutlichen.

Der Demozug stoppte nur kurz an dem ,,Fest“, sodass wir uns dazu entschlossen einen weiteren Stopp des Demonstrationszuges hinter uns einzuleiten, um den Gegenprotest weiterhin unmittelbar zu ihren rassistischen Machenschaften abhalten zu können.

Während die Selbstverteidigungs- und Kampfsportkurse bei den Nazis wohl im Sitzen auf dem Boden gegeben wurden, gingen wir trotz enormer Hitze entschlossen, Laut und Ausdrucksstark voran. Egal ob Plus oder Minus 40 Grad, wir AntifaschistInnen werden ihnen entgegentreten.

Die Partei, Mitglieder und Sympathisanten sehen unsere Freunde, Verwandten, Kollegen und Bekannte als Feinde an. Sie werden nicht aufgeben und den Nährboden für Terror und Mord bereiten.

Lasst uns den antifaschistischen Selbstschutz organisieren! Wer aus der Gegend von Mainz kommt und Interesse an Kampfsport hat kann sich gerne bei uns melden wir werden euch dann günstige und korrekte Vereine aus Mainz weiter empfehlen. Für eine Kämpfende Jugend die sich zu wehren weiß. Auch in MAINZ!!!!

Siegen und Olpe sehen rot!

Die Jugend leistet Widerstand, für ein rotes Sauerland (und Siegerland)!

Lasst uns den antifaschistischen Selbstschutz organisieren! Wer aus der Gegend von Mainz kommt und Interesse an Kampfsport hat kann sich gerne bei uns melden wir werden euch dann günstige und korrekte Vereine aus Mainz weiter empfehlen. Für eine Kämpfende Jugend die sich zu wehren weiß. Auch in MAINZ!

Die Jugend leistet Widerstand!

INFOSTAND IN SIEGEN – 30.05 – RÜCKBLICK!

Kurzer Rückblick zum Infostand vom 30.05 in der Siegener Innenstadt.

Gegen 15 Uhr versammelte sich die Internationale Jugendgruppe auf dem Bahnhofsvorplatz, um gemeinsam mit uns aktuelle Texte zur Krise, Materialien wie Sticker, Tshirts, Plakate und weitere Sachen anzubieten. Vor dem Stand gab es zahlreiche Unterhaltungen mit interessierten und Betroffenen von der Corona und Wirtschaftskrise, sodass sehr spannende Diskussionen und Gespräche über Alternativen und Lösungen stattfinden konnten.

Abseits des Infostandes gab es zeitgleich eine Kundgebung von Corona Kritiker*innen, welche neben Forderungen nach mehr direkter Demokratie abseits Kontrolle von Konzernen auch fragwürdige und unbestätigte Thesen für die Bevölkerung aufstellten. Am Rande des Protests versuchten mehrere bekannte Siegener Faschisten aus dem Umfeld der Partei ,,Der Dritte Weg“ auf die Veranstaltung einzuwirken und zu diskutieren. Nach kurzer Zeit wurden sie jedoch von mutigen AntifaschistInnen zur Flucht gezwungen und es konnten weitere Schandtaten, rassistische Äußerungen und feige Agitationsversuche der besorgten Bürger verhindert werden.

Im Anschluss fand ein antifaschistischer Spaziergang statt, bei welchem am Rande einige der am Infostand angebotenen Sticker der Kampagne auftauchten und das Stadtbild von nun an prägen.

Am Ende gab es eine kurze Aktion vor dem Marienkrankenhaus, um unsere Solidarität mit den Beschäftigten und unsere Forderungen zu zeigen. Mit Schutzmasken zeigten wir unsere Transparente und richten die Botschaft an alle hart arbeitenden Pflegekräfte aber auch an die LKW Fahrer, Einzelhandelskaufleute und alle weiteren Berufe, welche vor der Krise weniger Beachtung und Anerkennung bekamen. Systemrelevant sind vor allem wir fleißige Arbeitskräfte, lassen wir unsere Gesundheit nicht für ihre Profite und die Aufrechterhaltung des Reichtums der Minderheit aufs Spiel setzen.

Stehen wir zusammen und kämpfen als Klasse, gemeinsam gegen jegliche Angriffe auf unsere Interessen, Brüder, Schwestern, KollegInnnen, Familien und Freunden.

Hinter dem Faschismus steht das Kapital, der Kampf um Befreiung ist international.

Für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft! Für den Kommunismus!

Freiräume erkämpfen.Freizeit gestalten!

Freiräume erkämpfen. Freizeit gestalten!
Politisches Material und den politischen Raum erweitern und dabei das Gruppengefühl stärken.
Diese Ziele verfolgen wir bei regelmäßigen Ausflügen ins Rheinland-Pfälzische und Hessische Umland.
Anfang diesen Sommer machten wir Touren an einen See bei Worms.
Wir entfernten auf dem Weg Rechtsradikale Propaganda und hinterließen Aufkleber, Flyer und Schriftzüge.
Auch stärkten wir das Gruppengefühl unter den anwesenden Genoss*innen, wir trieben zusammen Sport und diskutierten über politische Themen.
Wir sehen solche Ausflüge als sehr wichtig an da sie zur Erweiterung unserer politischen Räume führen und unter den anwesenden Genoss*innen ein gutes Verhältnis und eine Basis für weiter politische Aktionen schafft!
Leider werden gerade außerhalb der Metropolen, große Gebiete den Faschisten überlassen, dem wollen wir zusammen mit euch entgegentreten denn es ist nicht schwarz gegen weiß nicht Hinterland gegen Stadt sondern arm gegen reich und Klasse gegen Klasse!
Nehmt euch deshalb eure Straßen, befreit eure Dörfer von Fascho scheiße und etabliert politische Gruppen!
FÜR EINE REVOLUTIONÄRE KÄMPFENDE JUGEND!

linke politik VERTEIDIGEN!

Es ist wieder soweit, dass Menschen durch rechten Terror genötigt werden, ihre Geschäfte zu schließen und aus Burg wegzuziehen. Vor ca. 5 Monaten drangen ein/e oder mehrere TäterInnen in ein Arabisches Lebensmittelgeschäft in Burg ein und verteilten mehrere Liter Dieselkraftstoff über das Inventar und die gesamten  Lebensmittel. Dass es nicht zu dem offensichtlich beabsichtigten Brand gekommen ist, gleicht einem Wunder. Die TäterInnen wurden bis heute nicht ermittelt und überhaupt scheint es, als würde diese fremdenfeindliche Tat bei den Ermittlungsbehörden als eine Lappalie abgetan werden.  Am 11. Juli drangen Polizisten unter einem fadenscheinigem Vorwand in das Linke Zentrum ein. Die schon gewohnte Schikane wurde darin übertroffen, dass verschlossene Türen aufgetreten und Holzverkleidungen von den Wänden gerissen wurde, wodurch ein erheblicher Schaden entstand. In der etwa eineinhalbstündingen Durchsuchung wurden Banner, Mobimaterial (Plakate und Flyer), Bastelmaterial, Farbe und einiges mehr beschlagnahmt. Der wahre Grund für die Durchsuchung sind wohl die seit einigen Wochen andauernden antifaschistischen Spaziergänge und das öffentliche Auftreten in der Stadt.   Mal wieder zeigt sich auch hier, dass die Polizei auf dem rechten Auge nicht nur blind ist, sondern zu allem Überfluss jene Menschen verfolgt, die sich gegen rechte Gewalt und für eine bessere Welt einsetzen.  Auch wurde mit der erneuten Razzia der Druck auf die Eigentümerin der Immobilie dermaßen erhöht, dass sie uns die Duldung in den Räumen entziehen will und wir nach jetzigem Stand das Zentrum somit verlassen müssen.  Klar ist für uns, dass wir uns von dem erneuten Angriff auf unser Zentrum sowie auf unseren Strukturen nicht einschüchtern lassen. Antifaschistische und Linke Politik sind besonders in Zeiten von Rechtsruck, faschistischer Terrorzellen in den Sicherheitsbehörden und einer sich zuspitzenden Weltwirtschaftskrise nicht bloß legitim, sondern notwendig!  Daran werden auch die Handlanger der Klassenjustiz und ihre repressiven Methoden jeglicher Art nichts ändern. Unser Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung geht weiter! Gemeinsam auf die Straße gegen staatliche Repression und faschistischen Terror!

Der Text ist von unseren Genoss*innen vom Roten Aufbau!

https://roter-aufbau.de/

Demonstration
25.7. um 14 Uhr Bahnhofsvorplatz in Burg