ihre krise? #nichtaufunseremrücken – aktionstag in giessen

Gestern haben wir mit unseren Genoss*innen von der ARAG Gießen, Aktion 44 Dortmund/Bochum und der Internationalen Jugendgruppe aus Siegen, im Zuge des bundesweiten Aktionstages der Kampagne #NichtAufUnseremRücken, in der Gießener Innenstadt eine Kundgebung organisiert, um auf die folgenschwere Auswirkung des kapitalistischen Systems auf die Bevölkerung und der damit einhergehenden Wirtschaftskrise aufmerksam zu machen. Auf der Kundgebung wurden Flyer verteilt und Schilder aufgehangen. Parallel sprühte ein Genosse in der Fußgängerzone ein „#NAUR(Nicht auf unserem Rücken!) – Die Reichen sollen die Krise bezahlen“, was mehr Aufmerksamkeit bei den Passant*innen erregte und für mehr Interesse an der Thematik und an Gesprächen bei den Menschen sorgte. Nach der Kundgebung haben wir noch alle zum Abschluss des Tages ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht, um darauf aufmerksam zu machen wie wichtig es ist das Menschen aus unserer Klasse sich bei uns Organisieren! Zusätzlich zu erwähnen ist noch das wir vor dem Bundesweiten Aktions Tag der Kampagne, zuvor in Mainz ein Banner gesprüht haben (ERST KAPUTT SPAREN, DANN APPLAUS? IHRE KRISE? # Nicht auf UNSEREM RÜCKEN!) welches wir Freitags in Gießen zusammen mit unseren Genoss*innen der ARAG aufgehangen haben. Aufruf: #NichtAufUnseremRücken – Die Reichen sollen die Krise bezahlen! Stellenabbau, Kurzarbeit, stagnierende Löhne und Betriebsschließungen: Längst hat sich die Corona-Krise in eine schwere Wirtschaftskrise gewandelt. Die Lösung der Regierung zeigt, wo die Prioritäten liegen: Milliarden für Konzerne, damit die weiter Dividenden (Anteil am Bilanzgewinn einer Aktiengesellschaft) an die Aktionäre ausschütten können, während gleichzeitig darüber diskutiert wird den Mindestlohn zu senken und die Arbeitszeiten zu erhöhen. Die Rechnung für das 1,2-Billionen-Euro-Paket wird der Staat am Ende den Arbeiter*innen präsentieren wollen. Wir sagen: Nicht auf unserem Rücken! Es ist Zeit, dass wir uns wehren! Die Reichen sollen die Krise bezahlen! Die aktuelle Krise hat schon vor Corona begonnen, der Virus hat sie nur beschleunigt. Es ist kein Naturgesetz, dass in Krankenhäusern gestresstes, unterbezahltes Personal mit mangelnder Ausrüstung Patient*innen versorgt. Auch nicht, dass diese und ein Großteil anderer schlecht bezahlter Jobs zusätzlich zur Haushaltsarbeit noch immer von Frauen gemacht werden. Es ist nicht unvermeidlich, dass unsere natürliche Umgebung zerstört wird um Arbeitsplätze zu erhalten. Es ist nicht notwendig, dass es alle paar Jahre zu Krisen kommt, die die Existenz von Millionen gefährden. Um unsere Ernährung zu sichern brauchen wir keine sklavenähnliche Bedingungen für migrantische Arbeiter*innen auf Feldern und in Fleischfabriken. Und ganz sicher brauchen wir keine rassistische Polizeigewalt! Eine Gesellschaft mit einem Gesundheitssystem, dass nicht dem Profit weniger, sondern dem Schutz aller dient, ist machbar. Eine Wirtschaft, die nicht im Widerspruch zur Natur steht und in der die notwendige Arbeit fair verteilt ist und niemanden kaputt macht, ist möglich. Doch dazu müssen wir uns zusammenschließen und klar machen, dass wir den Karren für unsere Bosse nicht mehr aus dem Dreck ziehen wollen! Wir, Arbeiter*innen, Angestellte, Pflegekräfte, Erzieher*innen und Verkäufer*innen, halten den Laden am laufen. Und nur wir können dafür sorgen, dass diese Krise nicht schon wieder auf unserem Rücken ausgetragen wird! Ihre Krise hat System – uns reichts!

GEMEINSAM GEGEN AUSBEUTUNG UND UNTERDRÜCKUNG!

hoch die solidarität!

In Stuttgart, Karlsruhe und Thübingen kam es zu Hausdurchsuchungen bei Antifas. Wir wünschen allen betroffenen Genoss*innen, die von Repressalien der Klassenjustiz betroffen sind, viel Kraft; bleibt stabil! Im Zuge dieser Razzien wurden ED-Behandlungen durchgeführt und DNA-Proben durch die Cops genommen. Der Antifaschist „Jo“ sitzt seit dem in Stuttgart-Stammheim in U-Haft. Grund für die Repressionen der BRD soll eine Auseinandersetzung zwischen Antifas und Funktionären der psoido Gewerkschaft „Automobil Zentrum“ sein.

Wir solidarisieren uns mit den, von Hausdurchsuchungen betroffenen Antifas und fordern die sofortige Freilassung von Jo!

Getroffen hat es einen, gemeint sind wir alle!

Kampf ihrer Klassenjustiz! Freiheit für JO!

Außerdem Gedachten wir den Opfern des Anschlags von Sivas, bei welchem vor 27 Jahren 37 Menschen durch Faschisten verbrannten.

Kampf dem Faschismus in jedem Land.

Unutma Unutturma! (Wir werden nicht vergessen!)

Aufgrund von polizeilicher Maßnahmen konnten wir nur den zweiten Teil des Spruchbandes (Erinnern heißt kämpfen!) aufhängen. Nachdem unsere Aktion durch die Klassenfeinde gestört wurde, wurden auch die übrigen Spruchbänder von diesen abgehangen!


Zusätlich gedachten wir durch Aktionen von uns an Ugo Russo! Ugo Russo war ein 15-jähriger Junge aus einem Viertel in Neapel, das früher mal als Arbeiterviertel bekannt war. Im „Quartieri Spagnoli“ wohnen mittlerweile Menschen aus verschiedenen Schichten. Am 1. März entschieden sich Ugo R. und ein Freund dazu, einen 24-jährigen Mann mit einer Spielzeugpistole die Rolex abzunehmen. Die Carabinieri (italienische Gendarmerie) bekam diesen Vorfall mit und ein Beamter schoss fünf Mal in Richtung der flüchtenden Jugendlichen. Zwei Schüsse gingen in die Leere. Drei Schüsse trafen Ugo R. tödlich und kosteten ihn sein Leben.

Der Kampf der Initiative intensiviert sich, nachdem schon seit über 100 Tagen kein Autopsiebericht vorliegt. Die Familie von Ugo, antifaschistische Genoss*innen und die Initiative sind dankbar für solidarische Grüße und Unterstützung aus dem internationalen Ausland. Meldet euch bei „verità e giustizia per Ugo Russo“ (Wahrheit und Gerechtigkeit für Ugo Russo!) bei Facebook.

Polizia assassini! 1312!

Allgemein:

Black lives matter Kundgebung


Am 04.07.20 versammelten sich rund 300 Menschen zur zweiten Black Lives Matter Kundgebung in Mainz, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.
Durch eine 10 minütige Schweigeminute wurde dem brutalen Mord durch einen Polizisten Ende Mai, in Minneapolis, an George Floyd gedacht.
George Floyd steht nur symbolisch für viele Opfer von Polizeigewalt und eines strukturellen Rassismusproblems innerhalb der Gesellschaft und insbesondere innerhalb der Polizei und anderen Behörden.
Um auf die strukturellen Probleme in der Polizei und den Zusammenhang von Rassismus und Kapitalismus aufmerksam zu machen verteilten wir um den Kundgebungsort passende Spruchbänder und Plakate!
Wir rufen auf sich mit betroffenen Menschen zu solidarisieren.
Gegen Rassismus und Polizeigewalt, für eine befreite Gesellschaft! Lasst uns als kämpfende Jugend auf die Straßen gehen, um sich gemeinsam gegen Ausbeutung, Rassismus und Unterdrückung zu wehren!

Aktionen von uns rund um die Kungebung in Mainz vom letzdem Samstag (04.07.20).

Spruchband 1: Die Grenze verläuft nicht zwischen Innen & Aussen, sondern Unten und Oben! (45 m)

Spruchband 2: Rassismus tötet! Klassenkampf vereint! ( 20 m)

Spruchband 3: Rassismus spaltet! Klassenkampf vereint! (20 m)

Tod dem imperialismus – Flyertext (was ist imperIAlismus?)

Vom kalten Krieg, der Intervention der US Armee in Vietnam, dem Kosovo Krieg, Stellvertreterkriegen im nahen Osten, NATO Soldaten die weltweit Länder besetzen, bis hin zur aggressiven Militäroffensive der Türkei in den Gebieten Nordiraks, Nordsyriens und Kurdistans. All diese Konflikte haben die entscheidende Gemeinsamkeit einer imperialistischen Interessenspolitik zu entspringen. Doch was bedeutet dies und warum sollten wir uns dem entschlossen entgegenstellen?

In der aktuellen Zeitepoche in der wir leben, sind wir umgeben von einem kapitalistischen System, welches sich durch immer mehr Ausbreitung und Wachstum auszeichnet. Die Aufrechterhaltung dessen, was mittlerweile in wenigen Monopolen, statt mehreren größeren eigenständigen Unternehmen den ,,Markt“ reguliert, bezeichnet die Epoche des Imperialismus, dem höchsten Stadium des Kapitalismus. Monopole verschmelzen mit dem Finanzkapital, wir lesen in den Nachrichten Vorfälle des Lobbyismus, der Einflussnahme von Konzernen auf die Politik um zu ihrem Besten zu handeln, von Politikern die selbst als Berater in Unternehmen tätig sind oder im Anschluss an ihre Karriere einen Sitz im Beirat einer Bank bekommen. Die Widersprüche im Kapitalismus verschärfen sich also immer mehr, die Konkurrenz zwischen Unternehmen expandiert auf den globalen Weltmarkt. Entscheidend für den Imperialismus ist dabei der Export von Kapital in andere Länder. Es werden nun nicht mehr nur Waren in das Ausland exportiert, sondern die ganze Produktion verlagert, oder große Mengen an Kapital in das Ausland finanziert. Die Profite, die mit diesen im Ausland produzierten Waren erwirtschaftet werden, fließen jedoch anschließend wieder zurück in die Ursprungsländer. Das Kapital verliert also weder seinen Ursprung, noch wird es heimatlos. Gerade deshalb benötigt es umso mehr eine Verbindung in die Staaten aus denen es entspringt, denn nur diese können politische und militärische Gewalt ausüben und eigene Märkte erschließen, verteidigen oder ausbauen.

Durch subventionierte Billigproduktion und menschenverachtende Arbeitssituationen wird die sogenannte ,,Dritte Welt“ zerstört, Ressourcen geplündert, Stellvertreterkriege geführt und ganze Regionen in menschliches und ökonomisches Chaos gestürzt. Durch Zweckbündnisse und der eigenen Intervention der NATO in andere Staaten, tritt der militärische Imperialismus nicht mehr so offen profit- und machtfokussiert auf wie vor hundert Jahren. Durch ,,Demokratieexport“, ,,Friedenssicherung“ , ,,Befreiung“, ,,Menschenrechte“ oder anderen Wortspielen werden Wahlen manipuliert, ,,Regime“ gestürzt und politischer Einfluss von außen genommen. Ebenso soll das Selbstbestimmungsrecht der Völker als Seperatismus diffamiert werden, ob in Katalonien, dem Baskenland, Kurdistan, Palästina oder vielen anderen Beispielen. Nach dem Zusammebruch verschiedener real existierender sozialistischer Staaten ( oder Völker die in den Staaten die Bestrebung danach hatten ) ging der Imperialismus wieder aggressiv in die Offensive. Die Folge war die Zerschlagung der Staaten Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen mit hunderttausenden Toten und ganzen Völkern ohne Zukunft und Perspektive. Doch nicht nur durch direkte Angriffe wurden ganze Regionen destabilisiert und unglaubliches Leid über die Bevölkerung gebracht. So werden in manchen Regionen dieser Welt islamistische Terrorgruppen wie in Syrien aufgebaut; anderen Ortes werden faschistische Gruppen wie in der Ukraine gefördert, um Länder in ein Bürgerkrieg zu verwickeln, wenn es bestimmten imperialistischen Interessen dient. Unsere Solidarität gilt also allen vom Imperialismus unterdrückten Menschen und den kämpfenden Befreiungsbewegungen. Um diesen Aggressionen zu begegnen müssen wir Widerstand organisieren.

Nach dem Motto: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land.“ muss es unser Ziel sein, eine effektive Friedensbewegung aufzubauen, die den deutschen Imperialismus beim Namen nennt und die Heuchler entlarvt, die nur die USA als Aggressor betrachten. Wir sind jedoch keine PazifistInnen und sagen deshalb entschlossen: „Krieg dem imperialistischen Krieg!“ Wir müssen die wahren Interessen aller imperialistischen Großmächte aufzeigen, die Kriegstreiber vor Ort aktiv behindern und in die Schranken weisen, denn die Gefahr eines großen Krieges steigt wieder. Wir stehen solidarisch an der Seite aller Unterdrückten und unterstützen sie im Kampf gegen Imperialismus und Faschismus.

Für die bedingungslose Freiheit aller unterdrückten Völker! Es lebe der Sozialismus!

LL(L): Erinnern heißt kämpfen!

In diesem Jahr liefen wieder mehr Menschen auf der LL(L)-Demonstration mit, es schien die Sonne und die VeranstalterInnen sprachen von über 10.000 TeilnehmerInnen. Die antifaschistische Kampagne GERADE-MACHEN! ( In der wir als Rotes Mainz nicht Organisiert sind!) hatt dieses Jahr den roten Teil des Antifa/Internationalistischen-Blocks organisiert. Mit etwa 250 Leuten in unserem Blockteil zogen wir gemeinsam vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten. Für uns sind Tage des Gedenkens auch Kampftage, in dem wir an die Kämpfe der ermordeten GenossInnen anknüpfen und mit ihnen für eine menschliche Gesellschaft eintreten. Damit zeigen wir auf, dass wir in ihrer Tradition stehen und dennoch die heutigen Kämpfe unter den aktuellen Bedingungen annehmen. Auch wenn wir jedes Jahr überrascht sind, welche Irrungen und Wirrungen in der Bewegung so anzutreten sind, ist es umso wichtiger einen klassenkämpferischen und revolutionären Pol zu schaffen. Wer seine Geschichte nicht annimmt, der wird auch keine Zukunft haben. Deshalb muss es darum gehen im nächsten Jahr zu wachsen um optisch und inhaltlich weitere Akzente zu setzen. Am Ende haben wir dann noch ein Foto in Solidarität für unseren Genossen Toto gemacht. Er wurde von der Klassenjustiz in erster Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt.

Gerade machen gegen Faschismus und Kapitalismus!

Haltet euch den Januar 2021 Frei! Wir als Rotes Mainz werden versuchen,für die Region Rhein-Main eine gemeinsame Anreise für das Gedenk-Wochenende in Berlin zu organisieren. Bei Interesse, könnt ihr euch auch jetzt schon bei uns melden.Schreibt uns am besten eine Mail an: rotesmainz@riseup.net

gerademachen.blackblogs.org/

Kollektiv die Kämpfe organisieren!

Am Wochenende kamen wir mit der Antifaschistische Revolutionäre Aktion Gießen, Antifaschstischen Aktion 44 Dortmund / Bochum und der Internationalen Jugendgruppe Siegen zusammen, um uns auszutauschen und kollektiv die Kämpfe in der kommenden Krise zu organisieren.

Stehen wir zusammen als Klasse gegen dieses ausbeuterische und unterdrückerische System, gegen ihre Kriege, die Spaltung durch Rassismus.

Lassen wir ihre Wirtschaftskrise nicht auf unseren Rücken austragen und nehmen wir uns die Dinge zurück, die uns gehören.

Es gibt kein Ende der Geschichte, lasst sie uns weiterschreiben!

Wehrt euch, kommt zu uns!

Links zu den einzelnen Städten:

Siegen: https://internationale-gruppe.de/

Dortmund/Bochum: https://antifaaktion44.noblogs.org/post/2018/09/27/grundung-der-antifaschistischen-aktion-44/

Gießen: https://aragantifa.wordpress.com/

Chemnitz: https://www.instagram.com/antifaschistische.jugendgruppe/?hl=de